Mein erster Keiler – Teil I

Liebe Jäger und Jagd-Interessierte,

nach einiger Zeit melden wir uns endlich mit einem neuen Blog-Beitrag zurück, um euren Heißhunger nach spannenden Geschichten rund um die Jagd zu stillen.

Letztes Jahr hat Theresa uns mit einem Bericht von ihrer bestandenen Jagd-Prüfung begeistert und berichtet heute von einem weiteren Meilenstein in ihrer noch recht jungen Laufbahn als Jägerin: ihrem ersten Weizenschwein!
Und mal ehrlich: der erste Keiler war doch für uns alle eine unvergessliche Erfahrung, oder?!


Wir wünschen euch viel Spaß mit dem ersten Teil von Theresas neuestem Nervenkitzel.


Hallo liebe Jagdprinz-Community!

Ein Jahr ist nun ins Land gezogen, seitdem ich meinen Jagdschein gemacht habe. Vieles ist in dieser Zeit passiert – sowohl privat als auch jagdlich. Ich habe nun endlich etwas Zeit gefunden, um alle Erlebnisse Revue passieren zu lassen. Die Blattzeit stand vor der Tür, genauso wie die Drückjagden, die mir die Gelegenheit boten, zusammen mit unserem Deutsch Drahthaar Rüden Arthus meine erste Sau abzufangen. Definitiv eines meiner größten Highlights im vergangenen Jahr.

Da die kalte Jahreszeit bei uns im Revier zu einer kleinen Herausforderung wurde um an Sauen zu kommen, verliefen die Wintermonate in jagdlicher Hinsicht eher ruhig. Doch während der Drückjagden entstanden einige schöne, neue Jagd-Freundschaften und somit ergab sich für mich die Gelegenheit zur Pirsch auf Weizenschweine.
Und so würde ich euch gerne von meinem bisherigen Highlight im vergangenen Jagdjahr berichten: meinem ersten Keiler, den ich bei einem Freund im wunderschönen Schwabenland im Weizen strecken konnte.

Ursprünglich hatte ich einen Wochenendtrip zu meinem guten Freund Markus in Hechingen geplant. Ihn und seine Freundin Katrin lernte ich auf einer Drückjagd im Oktober 2018 kennen. Markus betreibt einen Wildbrethandel namens „Wildbretschütz“. Und so wurde ich nach meiner Ankunft am Freitagabend stilgerecht mit einem herzhaften Abendessen empfangen – natürlich gab es Wild auf den Teller! Während des Essens erhielt ich eine Nachricht von einem Freund, der in der Nähe wohnt. Er fragte, ob ich Lust auf eine Sauenpirsch hätte – da diese bei ihm bzw. einem Arbeitskollegen im Weizen stehen und sich die Frucht gut schmecken lassen, müsste was getan werden.

Ohne lange darüber nachzudenken stimmte ich zu und war gespannt, ob es mit meinem ersten Weizenschwein klappen würde.

Am späten Abend wurden wir abgeholt. Wir besprachen kurz, wie wir vorgehen würden und welche Waffe ich nehmen sollte und schon ging es los. Auf dem Weg ins Revier fing es jedoch urplötzlich an zu regnen – und das nicht gerade wenig. Die Jagd-Euphorie sank von Minute zu Minute. Im Revier angekommen saßen wir den Schauer im Auto aus, bis wir uns bei leichtem Nieselregen dazu entschlossen, den Weizenacker anzugehen. Nach wenigen Metern konnte man die Sauen im Feld wahrnehmen. Auf einmal hieß es: „Darüber sind’s 150 Meter. Mal schauen, ob wir ein bisschen näher rankommen.“

Also versuchten wir uns unbemerkt anzupirschen. Auf ca. 110-120 Meter Distanz bekam ich einen zärtlichen Rippenstoß mit der der Aufforderung, mich für den Abschuss parat zu halten. Wir stellten uns nebeneinander hin, mein Herz schlug bis zum Hals. Und da stand er endlich! Ein starker Keiler, ganz allein im Weizen, völlig unbeeindruckt von uns. „Schieß!“, ertönte es von rechts. Doch das Blatt wurde vom Weizen verdeckt, was mich etwas beunruhigte. Dann trat das Stück ein paar Meter auf eine bereits frei gefutterte Schneise und ich konnte es einwandfrei einsehen. Nun ging alles ganz schnell. Ich hörte noch ein „Jetzt passt es“ – und drückte ab. Das ganze Feld geriet in Bewegung. Danach nichts als Stille. Ein Schwein, welches im Gegenhang verhoffte, der vor uns am Feld angrenzte, sah zu uns rüber.

War das etwa meins? Nein, das konnte nicht sein.

To be continued…

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